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Türkei sehr beliebt und sind in vielen alten türkischen Werken erwähnt. Sultan Selim II soll 1574
allein 50000 Tulpenzwiebeln bestellt haben und im 16. Jahrhundert gab es bereits über 1300
verschiedene Formen. In Europa wurde die Tulpe durch den belgischen Diplomaten Busbeck
bekannt, der 1544 Samen der Pflanze nach Wien schickte. Sie verbreitet sich von dort aus nach
England und Holland. In den Jahren 1643 - 1637 gab es in Holland eine richtige Tulpenmanie. Alle,
die Geld hatten, wollten auch Tulpen besitzen und es wurden horrende Summen bezahlt, allein für
die Sorte "Semper Augustus" 13000 Gulden, für "Admiral Enkhuizen" 6000 Gulden und für
"Vizekönig" über 4000 Gulden. Auch Spekulationen und Betrügerein um die Tulpenzwiebeln waren
plötzlich an der Tagesordnung, bis per Gesetz dem Treiben ein Ende gemacht wurde. Holland steht
heute in der Zucht der Tulpenzwiebeln an erster Stelle. 1945 schickten die Holländer, aus
Dankbarkeit für ihre Befreiung, 1 Million Tulpenzwiebeln nach England.
Die Wilde Tulpe ist geschützt!
Waldmeister
Galium odoratum
Rötegewächse
Bestimmungsmerkmale:
Die kleinen, weißen Blüten des Waldmeisters stehen in endständigen Dolden und erscheinen von
April - Juni. Sie haben 4 Blütenblätter. Die Laubblätter reihen sich wie ein Quirl um den 4 kantigen
Stengel, meist zu 6 - 8 Stück. Die Pflanze verströmt einen starken Geruch und wächst 10 - 30 cm
hoch.
Standort und Verbreitung:
Der Waldmeister ist in Buchenwäldern, aber auch in anderen Laub- und Laub-mischwäldern zu
finden. Er benötigt kalkhaltigen Lehmboden. Sein Verbreitungsgebiet ist Zentraleuropa.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanze enthält Cumaringlycoside. Der Genuß von falsch zubereiteten Maibowlen, die
Waldmeister enthalten, können zu Kopfschmerzen und Benommenheit führen und bei längerem
Gebrauch auch die Leber schädigen. Maibowlen dürfen daher nach gesetzlicher Verordnung nicht in
Gaststätten angeboten werden. Bei der Herstellung einer Waldmeisterbowle ist es wichtig nur das
angewelkte Kraut zu übergießen, nicht aber einzuweichen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Waldmeister wirkt krampflösend und harntreibend und kann bei Menstru-ationsbeschwerden,
Schlaflosigkeit und beginnender Steinbildung sowie bei Leberstauungen helfen. In der
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Homöopathie wird er bei Gebährmutterentzündungen eingesetzt. Cumarin ist auch Bestandteil in
Rattengift.
Name:
Nach ihrem Vorkommen erhielt die Pflanze den Namen Waldmeister, eine weitere Bezeichnung
war Maikraut. Der Gattungsname Galium entstammt dem griechischen gala für Milch, da selbige
durch den Zusatz des Pflannzensaftes gerinnt. Der Artname odoratum kommt aus dem lateinischen
und bedeutet wohlriechend.
Geschichtliches:
Außer den bisher erwähnten Anwendungsgebieten nutzte man den Waldmeister früher bei
Gelbsucht und als Blutreinigengsmittel. Hieronymus Bock, der die Pflanze Herzfreud und
Leberkraut nannte schreibt: "... / diß kreutlein mit seiner blüet pfleget man in wein zulegen / unnd
darüber zutrincken / vermeinen also ein fröligkeit und gesunde Leber davon zuerlangen."
Gemeine Waldrebe
Clematis vitala
Hahnenfußgewächse
Bestimmungsmerkmale:
Die Gemeine Waldrebe ist eine Kletterpflanze und erreicht eine Höhe von 3 - 8 m. 5 - 7 weiße
Blüten stehen in einem rispigen Blütenstand, auffällig sind die abstehenden langen Staubgefäße.
Die Blütezeit ist von Juni - Juli. Die herzförmigen Blätter sind gegenständig und unpaarig gefiedert.
Im Herbst fallen die wolligen Fruchtstände ins Auge, die ganze Gebüsche überziehen. Außer der
Gemeinen Waldrebe findet man bei uns noch die Aufrechte Waldrebe (Clematis recta), die keine
Kletterpflanze ist und die im Gebirge wachsende Alpen-Waldrebe (C. alpina).
Standort und Verbreitung:
Die Gemeine Waldrebe wächst an Gebüschen und Waldrändern. Sie braucht lockere, kalkhaltige
Lehmböden und hat ihre Verbreitung in Mittel- und Südeuropa. Man findet sie noch in
Nordengland.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Waldrebe enthält das Gift Protoanemonin. Wie die vielen anderen Hahnenfußarten, die dieses
Gift enthalten, bewirkt der Waldrebensaft Entzündungen auf der Haut. Bei innerer Aufnahme
erfolgen Entzündungen im Mund- Rachenbereich, es kommt zu Erbrechen und Durchfällen sowie
zu Störungen des Nervensystems. Der Patient leidet an Krämpfen und an Reizungen der
Verdauungswege und der Nieren.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Pflanze findet in der Homöopathie Anwendung bei Hautentzündungen, Gonorrhoe und
Lymphknotenentzündungen.
Name:
Weitere Namen für die Gemeine Waldrebe waren Geißbart, Herrgottsbart und Frauenhaar, wohl
entstanden durch die Fruchtstände, die Haaren gleichen. Im altdeutschen wurde die Pflanze mit
Leine und Lein bezeichnet, auch Lynen und Lianen nannte man sie, was sich wiederum darauf
bezieht, daß sie eine Kletterpflanze ist. Auch der griechische Gattungsnamen Clematis weist darauf
hin (klema - Ranke). Der Artname vitalba heißt soviel wie Weiße Rebe.
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Geschichtliches:
Die Pflanze wurde früher von Bettlern benutzt, um durch ihren ätzenden Saft Geschwüre und
Hautentzündungen hervorzurufen, was Mitleid und entsprechende Spendenfreudigkeit erregen sollte
( siehe auch "Echte Küchenschelle"). Aus der Alpen-Waldrebe stellte man früher Seile her und
nahm die Ranken zum Körbeflechten. Reste davon hat man in alten Pfahlbauten gefunden.
Wandelröschen
Lantana camara
Eisenkrautgewächse
Bestimmungsmerkmale:
Das Wandelröschen ist ein 30 - 100 cm hoher Strauch mit doldenähnlichen Blüten. Wärend der
Blütezeit wechseln sie die Farbe, erscheinen erst gelb oder weiß, werden dann orange und
schließlich rot. Ihre Blütezeit ist Juni - September. Die blauschwarzen Beeren reifen dann von
September - Oktober heran, sie haben Ähnlichkeiten mit Brombeeren. Die Laubblätter des
Wandelröschens sind am Rand gesägt, von der Form her oval und vorn spitzt zulaufend, teilweise
auch an der Unterseite weißlich behaart. Die Blätter stehen sich gegenüber. Der Stengel der Pflanze
ist vierkantig.
Standort und Verbreitung:
Der Strauch stammt aus dem tropischen Südamerika und wird bei uns als Zierpflanze in Gärten und
auf Balkonen gehalten. Man findet ihn in verschiedenen Zuchtformen.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Das Wandelröschen enthält, vorwiegend in seinen unreifen, aber auch in den reifen Beeren
Lantadene und Triterpenester. Somit sind gerade Kinder gefährdet, die von den Beeren essen. Die
Giftstoffe sind in der Lage die Leber zu schädigen, den Gallenabfluss zu stören sowie Enzyme in
der Leber und im Blut zu verändern. Dies hat Gelbsucht und durch Licht hervorgerufene
Entzündungen der Haut zur Folge. Auch Pupillenerweiterung, Durchfall, Erbrechen, unkontrollierte
Muskelreaktionen und Verfärbung der Haut wurden beobachtet.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Das Wandelröschen wird bei uns heilkundlich nicht verwendet.
Name:
Ihren Namen erhielt die Pflanze durch die sich wandelnde Blütenfarbe. Der Gattungsname Lantana
leitet sich wahrscheinlich von dem lateinischen Wort lentare für biegen ab und bezieht sich
entweder auf die biegsamen Zweige oder auch auf die veränderliche Blütenfarbe.
Geschichtliches:
In Brasilien sowie in einigen afrikanischen Ländern verwandte man die Pflanze bei Husten und
auch als Aromamittel.
Wasserfenchel
Oenanthe aquatica
Doldengewächse
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Bestimmungsmerkmale:
Die weißen Blüten des Wasserfenchels stehen in 8 - 12strahligen Dolden und haben 5
Blütenblätter. Die Laubblätter sind 2 - 5fach gefiedert und der Stengel ist hohl, fein gerillt und nicht
gefleckt. Die Pflanze riecht scharf und aromatisch. Sie wird 30 - 150 cm hoch und blüht von Juli -
August.
Standort und Verbreitung:
Der Wasserfenchel wächst in stehenden und fließenden Gewässern, in Röhricht, in Gräben und [ Pobierz caÅ‚ość w formacie PDF ]

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